EIN BAUM 
Da war ein Baum. Ein Baum ohne Blätter, doch nicht dürr, sondern mit vielen Nadeln. Nicht, um zu stechen, sondern um sich vor saurem Regen und sengender Sonne zu schützen. Ein großer Baum, der Sommer wie Winter eine unerschütterliche Ruhe ausstrahlte. Tief verwurzelt in der Erde und hochaufstrebend in den Himmel. Da war noch ein Baum. Völlig anders. Schon die Rinde war spielerisch schwarz-weiß gefleckt. Und er trug Blätter, die in ständiger Bewegung mit den Sonnenstrahlen spielten. Doch kaum war der kurze Sommer vorbei, färbten sich die Blätter gelb und braun und noch vor dem ersten Frost segelten sie davon, als hätte es nie eine grüne Zeit gegeben. Doch ehe die Erinnerung an den Sommer im Nebel des Gestern verschwand, sprießten schon wieder die ersten Knospen, aus denen sich bald wieder zartgrüne Blätter einen Weg bahnten. Und eines Tages verdunkelte sich der Himmel und es gab einen schweren Sturm. Mit lautem Tosen fegte er durch den Wald, entwurzelte Sträucher und Bäume. Nach tagelangem Wüten verschwand er so plötzlich, als wäre er nur eine Fata Morgana gewesen. Völlig zersaust ließ er den Wald zurück. Kaum ein Baum, der nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde, den meisten fehlten Äste oder sie wurden gar entwurzelt. Doch in der Mitte dieses Waldes standen sie. Die beiden Bäume. Der mit den Nadeln und der mit der schwarz-weissen Rinde. Der eine immer noch aufrecht in den Himmel schauend, der andere immer noch mit den sich immer bewegenden Blättern. Allen war es ein Rätsel, wie die beiden Bäume den Sturm unbeschadet überstehen konnten. Dieses Geschehnis ging in die Geschichte ein, man erzählte sich allerlei Legenden über die beiden Bäume. Später, ja viel später, fand man dann den Grund. Bei Ausgrabungen sah man, dass jeder dieser beiden Bäume eine ganz besonders starke Wurzel gebildet hatte und diese zu dem anderen Baum hinüberstreckte. Dort, wo die beiden Wurzeln sich trafen, waren sie dicht ineinander verwoben und gaben sich gegenseitig Halt und Stütze. Manche meinten, dies wäre eine Laune der Natur. Andere wiederum machten die Götter dafür verantwortlich.
Nur die ganz Alten und Weisen im Dorf erzählten sich, es sein einfach Liebe gewesen!

D E R W E G
Du gehst einen Weg, den keiner von uns kennt.
Wir möchten Dich auf diesem Weg begleiten.
Wir möchten diesen Weg mit Dir gehen.
Wir möchten diesen Weg mit dir aushalten.
Dich halten
Halten – das heisst: - nicht weiter festhalten - nicht versuchen, mit Deinen Gedanken Schritt zu halten
Halten – das ist ein Versprechen - Dich halten ohne zurück zu schauen - Zu Dir halten
Halten – in dem ich mich auch zurückhalte - und Dir aber auch nichts mehr vorenthalte.
Halten – wenn Du möchtest - Dich im Arm halten - In Gedanken - Am Tage, wenn Du wach bist - Oder in der Nacht, wenn Du Angst hast, gegen die Dunkelheit
Halten – Deine Hand. - Deinen Fuss - Deinen Kopf - Innehalten Sonst nichts mehr halten - Keine Reden - Keine Belobigungen - Keine Unwahrheiten Einfach nur - Dich halten - Deine Zeit mit Dir Aushalten
Und: Dich nicht mehr halten, wenn Du gehen willst.

Zuhören
Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören und du fängst an, mir Ratschläge zu geben dann tust du nicht, worum ich dich bitte.
Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören und du fängst an mir zu erzählen, warum ich so und nicht anders fühlen muss, trampelst du auf meinen Gefühlen herum.
Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören und du denkst, du musst etwas tun, um mein Problem zu lösen, hast du mich nicht verstanden, so merkwürdig das klingen mag.
Hör zu !
Alles, worum ich bitte, ist zuzuhören, nicht zu sprechen oder etwas zu tun...nur, mir zuzuhören. Guter Rat ist nicht teuer. Für ein paar Cent kriegst du ihn von Dear Abby und Billy Graham in jeder Zeitung.
Ich kann selbst für mich sorgen. Ich bin nicht hilflos. Vielleicht mutlos. Und unsicher, aber nicht hilflos.
Wenn du etwas für mich tust, was ich selbst für mich tun kann, verstärkst du meine Angst und Unzulänglichkeit.
Doch wenn du es hinnimmst als einfache Tatsache, dass ich fühle, was ich fühle - egal wie unvernünftig es dir vorkommt. brauche ich nicht mehr versuchen, dich zu überzeugen und kann mich endlich meinem Anliegen zuwenden: Herauszufinden, was sich hinter diesem irrationalen Gefühl verbirgt.
Wenn das klar ist, liegen die Antworten auf der Hand und ich brauche keinen Rat. Irrationale Gefühle offenbaren ihren Sinn, wenn wir verstehen, was sich hinter ihnen verbirgt.
Vielleicht ist das der Grund, warum Gebete wirken - manchmal für Menschen...weil Gott stumm ist und keine Ratschläge erteilt oder versucht die Dinge in Ordnung zu bringen. Er (oder Sie) hört einfach zu und lässt es uns selbst herausfinden.
Also hör mir zu, hör mich einfach an und wenn du sprechen möchtest, warte eine Minute bis du dran bist...dann höre ich dir zu.
Gordon 2002, Die neue Beziehungskonferenz

Buddha und das wütende Volk
Buddhaging einmal durch ein Dorf, und die Leute kamen und beleidigten ihn. Sie warfen ihm alle möglichen Beleidigungen an den Kopf, alle Gemeinheiten, die ihnen nur einfielen. Buddha stand da, lauschte schweigend, aufmerksam, und sagte dann: "Danke, dass ihr zu mir gekommen seid, doch ich bin in Eile. Ich muss weiter zum nächsten Dorf, wo die Leute schon auf mich warten. Heute kann ich euch nicht mehr Zeit widmen, doch morgen auf dem Rückweg hab ich mehr Zeit. Dann könnt ihr wieder zu mir kommen, und wenn noch etwas übrig ist, was ihr mir sagen wolltet und heute nicht geschafft habt, könnt ihr mir es sagen. Doch für heute entschuldigt mich."
Die Leute konnten ihren Augen und Ohren kaum trauen: Dieser Mann war absolut ungerührt geblieben, vollkommen unbeteiligt. Einer von ihnen fragte: "Hast du uns nicht gehört? Wir haben dich wie sonst was beleidigt und du hast uns nicht mal geantwortet!"
Darauf erwiderte Buddha: "Wenn ihr eine Antwort haben wolltet, seid ihr zu spät gekommen. Ihr hättet vor zehn Jahren kommen sollen, dann hätte ich euch geantwortet. Doch seither habe ich aufgehört, mich von anderen Menschen manipulieren zu lassen. Ich bin kein Sklave mehr, ich bin mein eigener Meister. Ich handle nur nach meinen eigenen Vorstellungen, nicht nach denen anderer. Ich handle meinen eigenen Bedürfnissen entsprechend. Ihr könnt mich nicht dazu zwingen, irgendetwas zu tun. Es ist vollkommen in Ordnung - ihr wolltet mich beleidigen, ihr habt mich beleidigt. Seid zufrieden; ihr habt eure Absicht vollkommen erfüllt. Doch soweit es mich betrifft, nehme ich eure Beleidigungen nicht an, und wenn ich sie nicht annehme, sind sie bedeutungslos. Wenn jemand eine brennende Fackel in einen Fluss wirft, wird sie so lange brennen, bis sie den Fluss erreicht hat. In dem Augenblick, in dem sie in den Fluss fällt, erlischt das Feuer - der Fluss kühlt es ab. Ich bin zu einem Fluss geworden. Ihr könnt mir Beleidigungen zuwerfen - sie sind wie Feuer, wenn ihr sie werft, doch in dem Augenblick, in dem sie mich erreichen, wird ihr Feuer in meiner Kühle gelöscht. Sie tun nicht mehr weh. Ihr werft Dornen - sie fallen in meine Stille und werden zu Blüten. Ich handle aus meiner eigenen inneren Natur heraus."
Aus Osho "Bewusstsein"

Eines Tages bei Hof unterhielt sich der Mogulkaiser Akbar mit seinen Höflingen. Er hatte die besten Leute im Lande um sich herum versammelt - die besten Maler, die besten Musiker, die besten Philosophen, die besten Dichter.
Es gab einen kleinen Sonderrat aus neun Mitgliedern, der als die "Neun Juwelen von Akbars Hof" bekannt war. Der wichtigste unter ihnen war Birbal, ein Mann von ungewöhnlicher Intelligenz, der einen großen Sinn für Humor besaß. Er tat etwas, was sich in Gegenwart des Kaisers nicht geziemte.
Jeder Herrscher hat seine eigenen Regeln, denn sein Wort ist Gesetz und Birbal verstieß gegen etwas, worin Akbar unnachgiebig war. Er gab Birbal auf der Stelle eine Ohrfeige. Akbar verehrte Birbal sehr, er liebte Birbal, er war sein intimster Freund, doch was die Regeln bei Hofe betraf, konnte er keine Nachsicht üben.
Aber was Birbal daraufhin tat, ist die eigentliche Geschichte: Er zögerte nicht eine Sekunde und gab sofort dem Mann, der auf der anderen Seite neben ihm stand, eine Ohrfeige. Der andere war schockiert, und Akbar war ebenfalls schockiert. Er hatte gedacht, Birbal sei ein weiser Mann.
"Ist er verrückt geworden, oder was? Ich habe ihn geschlagen ... Das ist aber altsam! Völlig absurd und unlogisch!"
Der andere Mann stand ganz verdattert da, und Birbal sagte zu ihm: "Steh`hier nicht wie ein Narr. Gib`s einfach weiter!"
Da schlug der Mann jemand anderen, der neben ihm stand - und jetzt war das Spiel klar: Man mußte es weitergeben!
In der Nacht, als Akbar mit seiner Frau schlafen ging, gab ihm die Frau eine Ohrfeige. Er fragte sie: "Was ist los?"
Sie sagte: "Es ist durch die ganze Stadt gegangen und schließlich ist es zum Ausgangspunkt zurückgekehrt. Jemand hat mich geschlagen, und als ich fragte: "Was ist los?", da wurde mir gesagt, dieses Spiel habe Akbar angefangen. Ich dachte, es sei besser, es zu beenden und den Kreis zu schließen."
Am nächsten Tag war das erste, was Birbal fragte: "Nun, hast du meine Ohrfeige zurückbekommen?"
Akbar sagte: "Ich hätte das nie für möglich gehalten!"
Birbal sagte: "Ich war mir völlig sicher, denn wo konnte sie schon landen? Sie mußte ja in der Stadt herumgehen. Du konntest ihr nicht entgehen. Sie mußte zwangsläufig zu dir zurückkommen."

DER ALTE MANN UND DAS HERZ
Eines Tages stand ein junger Mann in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt: Es gab keinen Fleck oder Fehler an ihm.
Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, was sie je gesehen hatten!
Der junge Mann war sehr stolz und prahlte lauter über sein schönes Herz. Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: „Nun, dein Herz ist nicht mal annähernd so schön wie meins!“
Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren, aber sie passten nicht richtig und es gab einige ausgefranste Ecken. An einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten. Die Leute starrten ihn an: „Wie kann er behaupten, sein Herz ist schöner!“ dachten sie.
Der junge Mann schaute auf das des alten Mannes, sah dessen Zustand und lachte: „Du musst scherzen!“ sagte er, „dein Herz ist mit meinem nicht zu vergleichen! Meines ist perfekt und deines ist ein durcheinander aus Narben und Tränen!“.
„Ja“, sagte der alte Mann, „deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen wollen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens zurück, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe die wir teilten. Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde. Ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt was wahre Schönheit ist?"
Der junge Mann stand still da und Tränen rannen seine Wangen hinunter. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Dieser setzte es sich in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde des jungen Mannes Herzens. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte. Der junge Mann sah sein Herz, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor denn er spürte die LIEBE des alten Mannes in sein Herz fließen.
Sie umarmten sich und gingen weg. Seite an Seite...
Verfasser leider unbekannt 
... hier mal zwischendurch fliegende & schwebende Hunde...
Es war einmal eine Insel, wo alle verschiedenen Gefühle lebten.
Das Glück, die Traurigkeit, das Wissen und all die anderen, die Liebe natürlich auch.
Eines Tages meldete das Schicksal den Gefühlen, dass die Insel untergehen wird.
So bereiteten sie ihre Schiffe und verließen die Insel.
Nur die Liebe wollte bis zum letzten Moment bleiben.
Als es fast zu spät war und die Insel unterging, rief sie um Hilfe.
Der Reichtum war in der Nähe mit einem Luxusschiff.
Die Liebe fragte ihn: "Reichtum, kannst du mir helfen? - Nein, weil ich zu viel Geld und Gold auf
meinem Schiff habe, so ist für dich kein Platz hier!"
Die Liebe fragte sodann den Hochmut um Hilfe, der auch mit seinem
wunderschönen Boot vorbeifuhr. "Ich kann dir nicht helfen, du bist ganz nass und
könntest mein Schiff beschmutzen!"
Als die Traurigkeit nicht weit vorbeisegelte, fragte die Liebe: "Traurigkeit, lass
mich mit dir gehen. - Oooh...Liebe, ich bin so traurig, ich möchte besser alleine bleiben."
Das Glück ist auch weitergefahren. Es war soo glücklich, dass es die Liebe nicht hörte....
Und plötzlich hörte die Liebe eine Stimme: "Komm, komm doch, ich nehme dich mit!"
Da war ein alter Mann, der gesprochen hatte. Die Liebe war so glücklich, so
zufrieden, dass sie nicht nach seinem Namen gefragt hat.
Als beide wieder festen Boden unter den Füßen hatten und gerettet waren, ging der Alte weg.
Die Liebe merkte, wie viel sie dem Alten schuldete, der aber war schon fort.
Sie fragte daraufhin das Wissen: "Wer hat mich gerettet, wer hat mir geholfen?"
"Das war die ZEIT" - antwortete das Wissen.
"Die Zeit?!?" fragte die Liebe, "aber warum hat mich die Zeit gerettet?"
Das Wissen lächelte weise und geheimnisvoll und antwortete ihr:
"WEIL NUR DIE ZEIT VERSTEHEN KANN, WIE WICHTIG DIE LIEBE IM LEBEN IST ......."
Du kannst dir aussuchen, was für ein Teil von Gott du sein möchtest, sagte ich zu der kleinen Seele. Du bist absolute Göttlichkeit, die sich selbst erfährt. Welchen Aspekt der Göttlichkeit möchtest du nun als dein Selbst erfahren?
Du meinst ich habe die Wahl?
Du kannst dir jeden Aspekt der Göttlichkeit aussuchen, den du in deinem und durch dein Selbst erfahren möchtest.
Okay, sagt die kleine Seele, dann wähle ich Vergebung.
Nun, das war keine geringe Herausforderung, wie du dir vorstellen kannst. Es gab niemanden, dem man hätte vergeben können. Alles was ich geschaffen habe, ist Vollkommenheit und Liebe.
Keiner, dem zu vergeben wäre? fragte die kleine Seele ungläubig.
Keiner, bestätigte ich. Schau dich um. Siehst du irgendwelche Seelen, die weniger vollkommen, weniger wunderbar sind als du?
Die kleine Seele wirbelte herum und sah sich zu ihrer Überraschung von allen Seelen im Himmel umgeben. Sie waren von fern und nah aus dem ganzen Reich gekommen, weil sie gehört hatten, dass die kleine Seele ein außergewöhnliches Gespräch mit Gott führte.
Ich sehe niemanden, der weniger vollkommen wäre als ich, rief die kleine Seele. Wem soll ich denn dann vergeben?
Da trat eine andere Seele aus der Menge vor. Du kannst mir vergeben sagte diese freundliche Seele.
Wofür? fragte die kleine Seele.
Ich werde in deinem nächsten physischen Leben zu dir kommen und etwas tun, wofür du mir vergeben kannst.
Aber was? erkundigte sich die kleine Seele.
Oh, gab die freundliche Seele lächelnd zurück. Ich bin sicher, wir können uns da was einfallen lassen. Aber warum würdest du das tun wollen? Der kleinen Seele war es ein Rätsel, warum ein Wesen von solcher Vollkommenheit tatsächlich etwas Schlechtes tun wollte.
Ganz einfach, ich würde es tun, weil ich dich liebe, erklärte die freundliche Seele. Du möchtest dein Selbst als vergebend erfahren, nicht wahr? Abgesehen davon hast du dasselbe für mich getan.
Das habe ich? fragte die kleine Seele.
Natürlich. Erinnerst du dich nicht mehr? Wir sind alles davon gewesen, du und ich. Wir sind das Oben und das Unten, das Linke und das Rechte davon gewesen. Wir waren das Hier und das Dort und das Jetzt und das Dann. Wir waren das Große und das Kleine, das Männliche und das Weibliche, das Gute und das Schlechte davon. Wir alle waren das Alles davon.
Und das taten wir aufgrund einer Vereinbarung, damit jede von uns sich, wir alle uns, als den großartigsten Teil Gottes erfahren konnten. Denn wir haben verstanden, dass in der Abwesenheit dessen, was du nicht bist, das was du bist, nicht ist. In der Abwesenheit von kalt kannst du nicht warm sein. In der Abwesenheit von traurig kannst du nicht glücklich sein, ohne ein Ding, das man das Böse nennte, kann die Erfahrung, die man das Gute nennt, nicht existieren.
Wenn du die Wahl triffst, etwas zu sein, dann muss irgendetwas oder irgendjemand im Gegensatz dazu irgendwo in deinem Universum auftauchen, um das zu ermöglichen. Dann erklärte die freundliche Seele, dass diese Wesen Gottes Spezialengel und die speziellen Umstände Gottes Geschenke sind.
Ich bitte dich nur um eines im Austausch dafür, sagte sie schließlich.
Alles was es auch sei, rief die kleine Seele.
Das Wissen, dass sie die Erfahrung von jedem göttlichen Aspekt Gottes machen konnte, machte sie ganz aufgeregt. Sie verstand nun den Plan.
In dem Augenblick, in dem ich dich schlage oder peinige, in dem Moment, in dem ich dir das Schlimmste antue, das du dir je vorstellen kannst - genau in diesem Augenblick, so sagte die freundliche Seele, sollst du dich daran erinnern, wer ich wirklich bin.......
Bedingungslose Liebe - Liebe ohne Bedingungen
von Sandy Stevenson
Ich liebe dich wie du bist, während du auf der Suche bist nach deiner eigenen besonderen Art, mit der Welt um dich herum in Beziehung zu treten. Ich ehre deine Entscheidungen,auf welche Weise du deine Lektionen lernen möchtest.
Ich weiss, dass es wichtig ist, dass du genau der Mensch bist, der du sein möchtest, und nicht der, den ich oder andere erwarten. Es ist mir klar, dass ich nicht weiss, was für dich das Beste ist, obwohl ich vielleicht manchmal meine, es zu wissen. Ich war nicht dort, wo du warst und habe das Leben nicht aus deinen Blickwinkel gesehen. Ich weiss nicht, welche Lernaufgaben du dir ausgesucht hast, noch wie oder mit wem du sie lösen möchtest, noch welche Zeitspanne du dir dafür vorgenommen hast. Ich habe nicht aus deinen Augen geblickt, wie könnte ich also wissen, was du benötigst.
Ich lasse dich durch die Welt gehen, ohne deine Handlungen in Gedanken oder Worten zu beurteilen, die Dinge, die du sagst oder tust, betrachte ich nicht als Irrtum oder Fehler. Von meinem Punkt aus sehe ich, dass es vielerlei Möglichkeiten gibt, die verschiedenen Seiten unserer Welt zu betrachten und zu erfahren.
Ich akzeptiere rückhaltslos jede deiner Entscheidungen in jedem beliebigen Augenblick. Ich fälle kein Urteil, denn wenn ich dir dein Recht auf deine Entwicklung abspräche, so würde ich dasselbe auch mir und allen anderen absprechen.
Jenen, die einen anderen Weg wählen als ich, auf den ich vielleicht nicht meine Kraft und Energie lenken würde, werde ich doch niemals die Liebe verweigern, die Gott in mich gesenkt hat, damit ich sie der ganzen Schöpfung schenke. Wie ich dich liebe, so werde auch ich geliebt. Was ich säe, das werde ich ernten, Ich gestehe dir das universale Recht auf freie Entscheidung zu, deinen eigenen Pfad zu wandeln und voranzuschreiten oder eine Weile auszuruhen, je nach dem, was für dich gerade das Richtige ist.
Ich werde mir kein Urteil erlauben, ob diese Schritte groß oder klein sind, leicht oder schwer, aufwärts oder abwärts führend, denn das wäre nur meine eigene Sichtweise. Es könnte sein, dass du großen Balsam in die Welt bringst, wie du so dastehst, gesegnet vom Lichte Gottes. Nicht immer kann ich das größere Bild der göttlichen Ordnung sehen. Denn es ist das unveräußerliche Recht aller Lebensströme, ihre eigene Entwicklung selbst zu wählen, und ich anerkenne voll Liebe dein Recht, deine Zukunft selbst zu bestimmen. In Demut beuge ich mich der Erkenntnis, dass das, was ich für mich als das Beste empfinde, nicht auch das Richtige für dich sein muss.
Ich weiss, dass du genauso geleitet wirst wie ich und dem inneren Drang folgst, der dich deinen Pfad erkennen lässt. Ich weiss, dass die vielen Rassen, Religionen, Sitten, Nationalitäten und Glaubenssysteme in unserer Welt uns großen Reichtum bescheren und uns aus solcher Vielfalt großen Nutzen und viele Lehren ziehen lassen. Ich weiss, dass wir jeder auf einmalige Weise lernen, wie wir Liebe und Weisheit zu dem großen Ganzen zurückbringen können. Ich weiss, dass, wenn etwas nur auf eine Art getan werden könnte, es hierzu nur eines Menschen bedürfte.
Ich will dich nicht nur dann lieben, wenn du dich so verhälst, wie es meiner Vorstellung entspricht und wenn du an die gleichen Dinge glaubst wie ich.
Ich begreiffe, dass du in Wahrheit mein Bruder, meine Schwester bist, auch wenn du an einem anderen Ort geboren wurdest und an einen anderen Gott glaubst als ich.
Die Liebe, die ich fühle, gilt der ganzen Welt Gottes. Ich weiss, dass jedes Lebende Ding ein Teil Gottes ist ,und tief drinnen hefe ich Liebe für jeden Menschen, jedes Tier, jeden Baum und jede Blume, für jeden Vogel, jeden Fluss und jeden Ozean und für alle Geschöpfe in aller Welt. Ich verbringe mein Leben in liebendem Dienst und bin dabei, das Beste ICH zu sein, dass ich sein kann, und ich verstehe die Vollkommenheit göttlicher Wahrheit immer ein bisschen mehr und werde immer glücklicher in der Heiterkeit.

Für Dich !
Eine kleine Geschichte für liebe Menschen !
Zwei reisende Engel machten Halt um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen.
Anstelle dessen bekamen Sie einen kleinen Platz im kalten Keller
Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel. „Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen. „
In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen was sie hatten, mit Ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen.
Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld.
Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel , wie er das habe geschehen lassen können ? „Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm,“, meinte er anklagend. „Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben.“
„Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen“, sagte der ältere Engel. „Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, so dass er es nicht finden konnte. „
Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen. „Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.“
„Manchmal ist das genau das, was passiert, wenn die Dinge sich nicht als das entpuppten, was sie sollten. Wenn du Vertrauen hast, musst du Dich bloß darauf verlassen, dass jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist. Du magst es nicht bemerken, bevor ein bisschen Zeit vergangen ist . . . „
„Manche Leute kommen in unser Leben und gehen schnell . . .
Manche Leute werden Freunde und bleiben ein bisschen . . . wunderschöne Fußabdrücke hinterlassend . . . und wir sind ziemlich ähnlich, weil wir eine Freundschaft geschlossen haben ! „
Gestern ist Geschichte. Das Morgen ein Mysterium. Das Heute ist ein Geschenk. Darum heißt es auch: Präsent.
Ich denke, das ist etwas Besonderes . . . Lebe und genieße jeden Moment . . .
Dies ist keine Generalprobe !
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Eine Frau träumte, dass sie auf dem Marktplatz ihrer kleinen Stadt ein Geschäft betrat, welches offensichtlich dort neu eröffnet hatte. Als sie sich umschaute, war sie überrascht dass Gott selbst hinter dem Ladentisch stand.
"Was kann man hier kaufen?" fragte die Frau.
"Alles, was dein Herz begehrt", sagte Gott.
Die Frau konnte kaum glauben, was sie hörte und dachte eine Weile nach.
Dann sagte sie: "Ich möchte innere Zufriedenheit und Mitgefühl und Weisheit und Angstfreiheit.
Nachdem Gott schwieg, sagte sie: "Und Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit und Wertschätzung."
Nach einer kleinen Weile fügte sie hinzu: "Nicht nur für mich. Für alle Lebewesen auf dieser Welt."
Gott lächelte:
"Ich glaube, hier liegt ein kleines Missverständnis vor. Wir verkaufen hier keine Früchte. Nur die Samen."
In uns Menschen liegen die Samen für mitfühlendes Verständnis, Lebensfreude, ein friedliches Miteinander und die Bereitschaft, das Leben anderer zu bereichern. Gewaltfreie Kommunikation im Umgang mit uns selbst und anderen ist ein Weg diesen Samen zu nähren, so dass er wachsen und Früchte tragen kann.
Der Begriff "Gewaltfreie Kommunikation" wurde vor 35 Jahren geprägt als Dr. Marshall Rosenberg seine ersten Trainings mit dem von ihm entwickelten Prozess durchführte.


